Vorsorge & Diagnostik

Makuladegeneration (AMD)

Die AMD trifft ausgerechnet die Stelle, mit der Du liest, Gesichter erkennst und Autoschilder entzifferst. Das Sehen ringsum bleibt — die Mitte geht verloren.

Sehen wird schlechter — und es liegt nicht immer an der Brille

Die meisten Menschen gehen zum Optiker, weil sie nicht mehr ganz so klar sehen und eine neue Brille brauchen. Doch nicht immer ist die Brille die Lösung: Die Ursache kann eine Erkrankung am Auge sein, an der Netzhaut, an der Linse oder am Sehnerv. Oder es liegt beides vor, eine Erkrankung und das natürliche Nachlassen der Sehleistung. Deshalb ist neben der Messung der Sehstärke auf jeden Fall auch ein Netzhautscreening sinnvoll. Der Film zeigt kurz, worauf es ankommt.

Kurz erklärt: was bei einer Makuladegeneration passiert und warum regelmäßige Kontrollen empfohlen werden. Mit Ton – Lautstärke nach Bedarf.
Text zum Film
  1. In der Mitte der Netzhaut liegt die Makula. Hier liest Du und erkennst Gesichter.
  2. Altersabhängige Makuladegeneration: Bei der AMD können Sinneszellen in der Mitte nach und nach zugrunde gehen.
  3. Gerade Linien wirken verbogen. Ein grauer Fleck genau dort, wo Du hinschaust. Das Sehen am Rand bleibt meist erhalten.
  4. Trockene Form: Drusen (Ablagerungen unter der Netzhaut). Das geht meist langsam, über Jahre.
  5. Feuchte Form: Neue Gefäße (undicht, geben Flüssigkeit ab). Neue, undichte Gefäße geben Flüssigkeit ab. Das kann schneller gehen. Eine trockene AMD kann in die feuchte Form übergehen.
  6. Wenn sich etwas ändert: Linien verzerrt oder ein Fleck in der Mitte? Dann innerhalb weniger Tage zum Augenarzt.
  7. Deshalb: regelmäßig kontrollieren lassen. Wie oft, legt Dein Augenarzt fest. Risikofaktoren: Höheres Alter, Rauchen, AMD in der Familie.
  8. Bei Optik Klein: Zusätzlich bei uns: Netzhautaufnahme ohne Augentropfen. Fällt uns etwas auf, empfehlen wir Dir den Augenarzt.
  9. Wir sind Augenoptiker, keine Ärzte. Die Diagnose und jede Behandlung gehören zum Augenarzt.
  10. Wann war Deine letzte Augenvorsorge? Optik Klein.

Was ist eine AMD?

In der Mitte Deiner Netzhaut liegt ein Fleck von wenigen Millimetern: die Makula, auch gelber Fleck genannt. Dort sitzen die Sinneszellen so dicht wie nirgends sonst — deshalb siehst Du nur genau dort wirklich scharf. Alles andere nimmt Dein Auge nur grob wahr.

Bei der altersbedingten Makuladegeneration verschlechtert sich die Versorgung dieser Stelle. Stoffwechselprodukte lagern sich ab, die Sinneszellen gehen nach und nach zugrunde. Das Sehen am Rand bleibt erhalten — man erblindet also nicht vollständig, verliert aber genau das, was den Alltag ausmacht.

Trockene und feuchte Form

Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie über das Tempo entscheidet.

  • Trockene AMD — die häufigere Form. Sie entwickelt sich langsam über Jahre. Erste sichtbare Zeichen sind Ablagerungen unter der Netzhaut, sogenannte Drusen. Diese Form lässt sich nicht ursächlich behandeln, aber ihr Verlauf beobachten.
  • Feuchte AMD — seltener, aber deutlich schneller. Es wachsen krankhafte Blutgefäße unter die Netzhaut, die Flüssigkeit abgeben. Hier zählen manchmal Wochen. Sie ist behandelbar, meist mit Medikamenten, die der Augenarzt ins Auge gibt.

Eine trockene AMD kann jederzeit in die feuchte Form übergehen. Genau deshalb lohnt die regelmäßige Kontrolle auch dann, wenn sich jahrelang nichts tut.

Woran Du eine AMD merkst

Anders als beim Glaukom gibt es Anzeichen — man muss nur wissen, worauf man achtet:

  • Gerade Linien wirken verbogen — Fensterrahmen, Fliesenfugen, Zeilen im Buch
  • Ein grauer oder verwaschener Fleck genau dort, wo Du hinschaust
  • Buchstaben fehlen beim Lesen, obwohl die Brille stimmt
  • Farben wirken blasser als früher
  • Du brauchst deutlich mehr Licht zum Lesen
  • Gesichter zu erkennen fällt schwerer, besonders aus der Ferne
Wenn es plötzlich geht, ist es dringend

Verzerren sich Linien innerhalb von Tagen oder taucht ein dunkler Fleck in der Mitte auf, kann das auf eine feuchte AMD hindeuten. Warte damit nicht auf den nächsten freien Termin — geh zügig zum Augenarzt.

Wer besonders aufpassen sollte

  • Alter ab 60 — der mit Abstand größte Faktor
  • Rauchen — der wichtigste Punkt, den Du selbst beeinflussen kannst. Rauchen erhöht das Risiko deutlich
  • AMD in der Familie
  • Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte
  • Starke UV-Belastung über Jahre ohne Sonnenschutz
  • Helle Augenfarbe

Der Selbsttest für zu Hause

Mit dem Amsler-Gitter kannst Du Veränderungen selbst bemerken — ein Blatt mit einem Karomuster und einem Punkt in der Mitte. Du schaust mit Brille, aus etwa 30 Zentimetern, ein Auge abgedeckt, fest auf den Punkt.

Verbiegen sich Linien, fehlen Bereiche oder erscheinen graue Stellen? Dann notiere es und lass es anschauen. Wichtig ist, jedes Auge einzeln zu prüfen — sonst gleicht das gesunde Auge den Ausfall aus, und Du merkst nichts.

Den Amsler-Test machen wir bei uns vor Ort — unter den richtigen Bedingungen und mit jemandem daneben, der die Antwort einordnen kann. Sprich uns beim nächsten Termin einfach darauf an.

Wie wir bei Optik Klein untersuchen

Eine beginnende AMD sieht man auf der Netzhaut, lange bevor sie Beschwerden macht. Drusen sind auf einer guten Aufnahme erkennbar.

Netzhautaufnahme — OCULUS NIDEK AFC-330

  • Hochauflösende Aufnahme der Makula mit 12 Megapixeln
  • Zeigt Ablagerungen und Veränderungen der Netzhautmitte
  • Ohne Augentropfen. Deine Pupillen werden nicht erweitert

Auswertung — RetinaLyze

  • Ein eigener Algorithmus prüft die Aufnahme gezielt auf AMD-Anzeichen
  • Schriftlicher Statusbericht nach rund 30 Sekunden — Du bekommst ihn mit
  • Sind wir uns bei einem Bild nicht sicher, lassen wir es zusätzlich von einem Augenarzt gegenprüfen

Wenn das Sehen schon eingeschränkt ist

  • Vergrößernde Sehhilfen, in Ruhe ausprobiert statt nur vorgeführt
  • Kantenfilter können Kontrast erhöhen und Blendung dämpfen, wir testen sie mit Dir im echten Licht
  • Beleuchtung und Leseabstand gemeinsam durchgehen

Wir sind Augenoptiker und stellen keine Diagnosen. Was auffällt, besprechen wir offen mit Dir und geben Dir alle Unterlagen mit — die Diagnose und jede Behandlung gehören zum Augenarzt.

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