Vorsorge & Diagnostik

Makuladegeneration (AMD)

Die AMD trifft ausgerechnet die Stelle, mit der Du liest, Gesichter erkennst und Autoschilder entzifferst. Das Sehen ringsum bleibt — die Mitte geht verloren.

Was ist eine AMD?

In der Mitte Deiner Netzhaut liegt ein Fleck von wenigen Millimetern: die Makula, auch gelber Fleck genannt. Dort sitzen die Sinneszellen so dicht wie nirgends sonst — deshalb siehst Du nur genau dort wirklich scharf. Alles andere nimmt Dein Auge nur grob wahr.

Bei der altersbedingten Makuladegeneration verschlechtert sich die Versorgung dieser Stelle. Stoffwechselprodukte lagern sich ab, die Sinneszellen gehen nach und nach zugrunde. Das Sehen am Rand bleibt erhalten — man erblindet also nicht vollständig, verliert aber genau das, was den Alltag ausmacht.

Trockene und feuchte Form

Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie über das Tempo entscheidet.

  • Trockene AMD — die häufigere Form. Sie entwickelt sich langsam über Jahre. Erste sichtbare Zeichen sind Ablagerungen unter der Netzhaut, sogenannte Drusen. Diese Form lässt sich nicht ursächlich behandeln, aber ihr Verlauf beobachten.
  • Feuchte AMD — seltener, aber deutlich schneller. Es wachsen krankhafte Blutgefäße unter die Netzhaut, die Flüssigkeit abgeben. Hier zählen manchmal Wochen. Sie ist behandelbar, meist mit Medikamenten, die der Augenarzt ins Auge gibt.

Eine trockene AMD kann jederzeit in die feuchte Form übergehen. Genau deshalb lohnt die regelmäßige Kontrolle auch dann, wenn sich jahrelang nichts tut.

Woran Du eine AMD merkst

Anders als beim Glaukom gibt es Anzeichen — man muss nur wissen, worauf man achtet:

  • Gerade Linien wirken verbogen — Fensterrahmen, Fliesenfugen, Zeilen im Buch
  • Ein grauer oder verwaschener Fleck genau dort, wo Du hinschaust
  • Buchstaben fehlen beim Lesen, obwohl die Brille stimmt
  • Farben wirken blasser als früher
  • Du brauchst deutlich mehr Licht zum Lesen
  • Gesichter zu erkennen fällt schwerer, besonders aus der Ferne
Wenn es plötzlich geht, ist es dringend

Verzerren sich Linien innerhalb von Tagen oder taucht ein dunkler Fleck in der Mitte auf, kann das auf eine feuchte AMD hindeuten. Warte damit nicht auf den nächsten freien Termin — geh zügig zum Augenarzt.

Wer besonders aufpassen sollte

  • Alter ab 60 — der mit Abstand größte Faktor
  • Rauchen — der wichtigste Punkt, den Du selbst beeinflussen kannst. Rauchen erhöht das Risiko deutlich
  • AMD in der Familie
  • Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte
  • Starke UV-Belastung über Jahre ohne Sonnenschutz
  • Helle Augenfarbe

Der Selbsttest für zu Hause

Mit dem Amsler-Gitter kannst Du Veränderungen selbst bemerken — ein Blatt mit einem Karomuster und einem Punkt in der Mitte. Du schaust mit Brille, aus etwa 30 Zentimetern, ein Auge abgedeckt, fest auf den Punkt.

Verbiegen sich Linien, fehlen Bereiche oder erscheinen graue Stellen? Dann notiere es und lass es anschauen. Wichtig ist, jedes Auge einzeln zu prüfen — sonst gleicht das gesunde Auge den Ausfall aus, und Du merkst nichts.

Den Amsler-Test machen wir bei uns vor Ort — unter den richtigen Bedingungen und mit jemandem daneben, der die Antwort einordnen kann. Sprich uns beim nächsten Termin einfach darauf an.

Wie wir bei Optik Klein untersuchen

Eine beginnende AMD sieht man auf der Netzhaut, lange bevor sie Beschwerden macht. Drusen sind auf einer guten Aufnahme erkennbar.

Netzhautaufnahme — OCULUS NIDEK AFC-330

  • Hochauflösende Aufnahme der Makula mit 12 Megapixeln
  • Zeigt Ablagerungen und Veränderungen der Netzhautmitte
  • Ohne Augentropfen. Deine Pupillen bleiben normal, Du kannst danach direkt weiterfahren

Auswertung — RetinaLyze

  • Ein eigener Algorithmus prüft die Aufnahme gezielt auf AMD-Anzeichen
  • Schriftlicher Statusbericht nach rund 30 Sekunden — Du bekommst ihn mit
  • Sind wir uns bei einem Bild nicht sicher, lassen wir es zusätzlich von einem Augenarzt gegenprüfen

Wenn das Sehen schon eingeschränkt ist

  • Vergrößernde Sehhilfen, in Ruhe ausprobiert statt nur vorgeführt
  • Kantenfilter erhöhen den Kontrast und dämpfen Blendung
  • Beleuchtung und Leseabstand gemeinsam durchgehen

Wir sind Augenoptiker und stellen keine Diagnosen. Was auffällt, besprechen wir offen mit Dir und geben Dir alle Unterlagen mit — die Diagnose und jede Behandlung gehören zum Augenarzt.

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Schmerzfrei, ohne Augentropfen, mit Bericht zum Mitnehmen.

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